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F
a l l b e i s p i e l
Maike
(15) neigt wie ihre Eltern schon immer zu starkem Übergewicht
(80 kg) bei einer Größe von 160 cm: Als Kind war ich mollig, mit
3 Jahren begann ich stetig zuzunehmen und wurde bereits bei
Schulbeginn auf Diät gesetzt.
Die
Kinderärztin meinte, dass mein Übergewicht die Gelenke, die Wirbelsäule, Sehnen und Organe schädigen
würde. Ständig war ich dabei, meine Ernährung einzuschränken,
mit dem Ziel, den folgenden Heißhungerattacken zu erliegen und
wahllos in mich hineinzufuttern.
Dann begann der Stress mit den Klamotten, ich wusste nicht mehr
wie ich mich kleiden sollte. Etwas Modisches kann ich nicht
anziehen.
Ich machte bei Gymnastikkursen im
Sportverein mit und es gelang mir im besten Fall 4 Kilo
abzuspecken, die ich zu Ferienzeiten wieder zunahm.
In meiner Freizeit ziehe ich mich meist zurück, sehe
gern Fern und halte mich in diversen Chat-Rooms am PC auf.
Ich fühle mich beim Essen besser, es tröstet mich. Dann entstehen jedoch Schuldgefühle und ich fühle
mich schlecht, beginne erneut zu essen. Es entsteht ein
Teufelskreis. Hänseleien meiner
Klassenkameraden, besonders im Sportunterricht, sind unerträglich.
Ich hasse es wie ich aussehe, ich bin unzufrieden mit meinem Körper.
Ich fühle mich nicht besonders weiblich. Intimität ist ein großes
Problem. Andere Teenager haben einen Freund.
Ich male mir gern aus, wie mein Leben wohl sein wird, wenn ich
schlank bin. Jeder Tag ist ein Kampf, aber ich bin fest
entschlossen, meine Träume zu verwirklichen!
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